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Mandorla der zwei Lebenskreise
Mandorla.All-eins
Wo Gott und Welt zusammenkommen

Zum Gedenken an Luitgard Tusch-Kleiner
18. Januar 1929 – 28. August 2026

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,
liebe Interessierte in Nah und Fern!

Vierzehn Jahre lang war Luitgard meine Kontemplationslehrerin und Wegbegleiterin. Sie hat mich in die Kontemplation eingeführt und mich gelehrt, der Stille zu trauen – nicht als Rückzug aus der Welt, sondern als Weg tiefer in sie hinein.

Vor gut vier Wochen ist sie gestorben. Sie ruht in jener Ewigkeit, aus der heraus wir alle leben.

Wenn ich an das denke, was sie mir auf meinem Weg mitgegeben hat, kommt mir das alte Bild der Mandorla in den Sinn: jene mandelförmige Überschneidung zweier Kreise, in der sich Himmel und Erde, Gott und Mensch, Ewigkeit und Zeit berühren.


Mandorla.All-eins

Nicht einen Lebenskreis gibt’s,
nein: zwei –
doch: all-eins,
beide gilt es wahrlich durchzuschmecken.

Der eine, der ist endlich,
man darf vor ihm nicht weichen.
Er kann uns freuen,
kann uns schmerzen.

Der andere, der ist vor aller Zeit.
Es ist unmöglich, ihn zu haben.
Er ist nicht böse und nicht gut.
Er ist zwar hier – und doch nicht da,
antwortet online
nicht auf meine Fragen.

Er ist nie fern
und auch nicht greifbar nah,
doch auf dem endlichen Weg –
da trägt er mich aus dem Grunde.
Vielleicht liegt genau darin die Aufgabe des kontemplativen Weges: beide Wirklichkeiten durchzuschmecken.

Nicht vor der relativen Wirklichkeit unseres Lebens zu fliehen – vor Krankheit und Tod, vor Konflikten, Ungerechtigkeit und eigener Begrenztheit. Und zugleich in all dem verwurzelt zu bleiben in jener anderen Wirklichkeit, die wir nicht besitzen und nicht begreifen können: im all-einen Gott.

Die segenreiche Frucht – und zugleich der Prüfstein – dieses göttlichen Getragenseins zeigt sich deshalb für mich nicht in außergewöhnlichen Erfahrungen und auch nicht darin, dass ein Mensch einfach nur „in Frieden mit sich“ ist. Auch ein solcher innerer Friede kann um sich selbst kreisen.

Der wahrhaft kontemplative Mensch ist nicht einfach in Frieden. Er lebt mit seinen Mitmenschen und mit der Mitwelt in Frieden.

Daran muss sich Kontemplation bewähren.

An tätiger Liebe.
An Gelassenheit.
An der Bereitschaft, sich berühren zu lassen.
An der Fähigkeit, das Leben anzunehmen und ihm zu dienen.
An einem Dasein, das mitten in den Unwegsamkeiten des Alltags im all-einen Gott verwurzelt bleibt.

Vielleicht ist dies eines der kostbarsten Geschenke, die Luitgard mir hinterlassen hat: dass der Weg in die Stille niemals bei der Stille endet.

Er führt zurück in die Welt.

Zum Menschen neben mir.
Zur verletzlichen Welt.
Zum ganz gewöhnlichen Alltag.
Dort muss sich zeigen, was die Stille mit mir gemacht hat.

Und vielleicht ist gerade dort die Mandorla:
der unscheinbare Ort, an dem Gott und Welt zusammenkommen.

In großer Dankbarkeit für Luitgard
und fast 40 Jahre gemeinsamen Weges.
 
In diesem Sinne: Werden wir einander und der Welt zum Segen, bis wir uns wieder sehen!

Euer Jens


Die nächsten Tage & Wochen im Schweigen


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Impressionen: 7 Tage im Schweigen im Kloster Helfta

Sieben Tage Schweigen

Herbstkurs 2026 im Kloster Helfta

Montag, 26. Oktober, 18.00 Uhr bis
Sonntag, 01. November 2026, 11.30 Uhr

Der Kurs ist auf  12 TN begrenzt.
- Noch 1 Platz frei (Stand: 14.09.) -
 
Kursgebühr: 300 € (zzgl. Ü/V)
Die Kursgebühr versteht sich als Richtwert.
Wer mehr geben möchte –  gerne! Du unterstützt damit andere.
Wer weniger zahlen kann, ist ebenso willkommen – bitte an­fragen!

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Die Kontemplationsabende in der Kirche der Stille 2027 

Jahresübersicht KontemplationsabendeGemeinsam mit anderen unterwegs sein

  •  Jeden Montagabend in der Kirche der Stille (s. Übersicht)
  • 19.30 bis 21.00 Uhr
  • Kurzeinführung für „Neue“ jeweils 19.00 Uhr
  •  3 x 20 Minuten Sitzen in Stille
  • Melde Dich bitte per E-Mail oder SMS an, so kann der Raum gut vorbereitet werden.

    Aktuelle Infos hier.

 26.09.2026

Im Kloster Helfta und in der Kirche der Stille treffen sich Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Viele Teilnehmende haben den Wunsch, nach einer  gemeinsamen Zeit im Schweigen in Verbindung zu bleiben.

Unser Alltag startet nach der Einkehrzeit wieder. Die ersten Ansätze einer gelebten Gegenwärtigkeit drohen im Trubel des Alltags unter zu gehen. Durch einen verlässlichen Austausch können wir jedoch die Kultur der Stille wachsen lassen. Daher gibt es eine regelmäßige Zusammenkunft online für alle, die die Kontemplation für sich als Weg im Leben entdeckt haben.

Ein Angebot an alle, die an den Kontemplationswochen im Kloster Helfta teilnehmen oder in Hamburg regelmäßig zu den Kontemplationsabenden- & tagen in der Kirche der Stille kommen.

Wann?

   5 x im Jahr an einem Samstag
   nächstes Treffen: 26.09.2026 
   Termine 2027:  20.02., 24.04.,26.06., 28.08. & 20.11.2027

Alle weiteren Information findest Du hier oder klicke auf das Bild.

Kontemplativer Impuls via Instagram

Impulse zu einem kontemplativen und solidarischem Leben mitten in dieser Welt findest Du auf Instagram.



Spiritueller Video-Impuls
Auf meinem YouTube – Kanal findest Du u.a. Mondō - Videos, die ich ab und an hochlade und in denen ich Fragen von Übenden beantworte. Was ein Mondō ist, erfährst Du hier!




Artikel: Die leere schale meiner Sehnsucht - 6 Wochen kontemplativ unterwegs
Ein kontemlativer Selbstversuch:
6 Wochen auf dem inneren Weg unterwegs


Wie ist das eigentlich, wenn man sich auf den Weg macht? – Dieses „wie“ hat Kirsten Westhuis in ihrem Artikel „Die leere Schale meiner Sehnsucht“ anschaulich beschrieben. Sie ist Redakteurin im Verein Andere Zeiten (u.a. Herausgeber des Anderen Advents) und bat mich, sie in die Übung der Kontemplation einzuführen und sechs Wochen lang als Kontemplationslehrer zu begleiten.
Ihren Bericht kannst Du hier lesen!
Oder klicke auf das Titelbild und der Artikel wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen.

Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation
Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation als Lebensweg

Dieses Praxisbuch haben meine Lehrerin Luitgard und ich, nachdem es nicht über den Verlag erhältlich war, durchgesehen und überarbeitet. Luitgard schrieb es, nachdem viele KursteilnehmerInnen den Wunsch nach einem Ratgeber, besonders für die Zeit nach einer Meditationswoche, geäußert hatten. Luitgards Buch führt anschaulich und mit vielen Tipps in die rechte äußere und innere kontemplative Haltung ein. Sie beschreibt die Übung der Kontemplation in all ihren Vollzügen (sitzen, schreiten, schweigen etc.), praktische Hinweise für die Zeit nach einem Kurs und Gleichnisgeschichten zeigen Weg-Richtung an.
Klicke auf das Cover und das Buch wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen.


Artikel der KuM über das WFdK e.V.
Auch Kontemplative kochen nur mit Wasser!

Ein persönlicher Rückblick auf sechs Jahre Vorstandsarbeit im Würzburger Forum der Kontemplation: Ich engagierte mich von 2012 bis 2018 in den – durchaus turbulenten! – ersten Jahren nach der Gründung des WFdK im Vorstand, verantwortlich u.a. für die Zeitschrift Kontemplation und Mystik (KuM). Dort habe ich auf die Jahre in einem Interview zurück geblickt. Klicke auf das Cover, um das Interview zu lesen.

Die Tage und Wochen im Schweigen 2027 


16. Januar 2027, Kirche der Stille (KdSt)
08. – 14. März 2027, Kloster Helfta: Frühjahrskurs
03. April 2027, KdSt
12. Juni 2027, KdSt

14. August 2027, KdSt
02. Oktober 2027, KdSt
18. - 25. Oktober 2027, Kloster Helfta: Herbstkurs
04. Dezember 2027, KdSt

 

Dipl.-Psych. Jens Kretschmer

Kontemplationslehrer (WSdK, WdG)
im Würzburger Forum der Kontemplation (WFdK) e.V.
Vorstandsmitglied im Förderverein Kirche der Stille e.V.

Scheplerstr. 75
D - 22767 Hamburg
Mobile: + 49 (0) 163 733 12 11

https://einkehr-in-stille.de

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

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Jens Kretschmer
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