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Hinein ins Leben! Kontemplation - Krisenweg? |
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Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten, liebe Interessierte in Nah und Fern!
Wie? Hinein ins Leben durch einen Krisenweg?
Das klingt zunächst merkwürdig. Suchen wir die kontemplative Stille nicht gerade deshalb auf, weil das Leben manchmal zu laut geworden ist? Weil wir zur Ruhe kommen möchten, Abstand brauchen, vielleicht wieder Boden unter den Füßen?
Und doch: Die Kontemplation führt uns nicht aus der Krise heraus, indem sie uns an ihr vorbeiführt.
Sie führt hinein.
In das, was gerade ist. In die Unruhe, die Angst, die Trauer, die Ratlosigkeit. Vielleicht auch in die Leere, in der unsere bisherigen Antworten nicht mehr tragen. Wir sitzen da – und können irgendwann nicht mehr ausweichen.
Nicht, weil Leiden einen besonderen spirituellen Wert hätte. Es gibt nichts zu verklären. Aber weil dieses Leben, das wir leben, eben nur hier zu finden ist. Nicht hinter der Krise. Nicht nach ihr. Sondern mittendrin.
Das Krisenhafte durchschmecken bis zur Neige.
Ein etwas herbes Bild. Aber vielleicht gehört gerade das zum kontemplativen Weg: nicht vorschnell etwas wegmeditieren, nicht beruhigen, nicht mit einem spirituellen Pflaster versehen. Sondern schmecken, was ist.
Und dann kann etwas Merkwürdiges geschehen: Unter all dem, was wir gerne anders hätten, ist noch etwas anderes. Leben. Schlichtes, unverschämtes Leben. Gott, wie die Alten sagen.
Ein Atemzug. Ein Sonnenstrahl auf dem Küchentisch. Das Gesicht eines Menschen. Ein Lachen. Ein Baum im Wind. Unmittelbar - offenbar.
Mir kommt der Film Sister Act mit Whoopi Goldberg in den Sinn. Eigentlich eine herrlich unfromme Assoziation zur Kontemplation. Und vielleicht gerade deshalb eine passende.
Da ist dieses Kloster, zunächst ein Ort des Rückzugs, der Regeln und der Abgrenzung von der Welt. Und dann kommt diese höchst weltliche Frau hinein – und etwas beginnt sich zu verändern. Musik kommt ins Spiel. Körper. Lachen. Beziehung. Die Türen öffnen sich. Menschen kommen herein. Und die Freude, die entsteht, lässt sich irgendwann nicht mehr hinter Klostermauern halten.
Vielleicht ist das ein schönes Bild für unseren Weg. Wir gehen in die Stille nicht, um dort zu bleiben. Wir gehen hinein, um wieder herauszukommen. Nicht unbedingt gelöster. Nicht unverwundbar. Vielleicht sogar empfindsamer als zuvor. Aber hoffentlich ein wenig durchlässiger für dieses unglaubliche Leben, das sich fortwährend ereignet.
Dann wird aus der Stille Freude. Nicht die verordnete Fröhlichkeit, die behauptet, alles sei gut. Sondern jene Freude, die auch um die Abgründe weiß. Die geweint hat. Die Verlust kennt. Die weiß, dass unser Leben hier endlich ist.
Vielleicht kann gerade deshalb aus ihr etwas Großzügiges werden: Eine Freude, die sich verschenkt. Die nicht fragt, ob der Mensch, der mir begegnet, zu meiner Weltanschauung passt. Ob er angenehm ist. Ob ich etwas zurückbekomme.
Sondern die sagt:
Da bist du. Da bin ich. Was für ein Wunder, dass wir uns begegnen.
Kontemplation führt für mich deshalb nicht weg von der Welt.
Je länger ich diesen Weg gehe, desto mehr scheint sie mich zurückzuschicken: in Beziehungen und Freundschaften, in Konflikte und Verantwortung, in unsere Gesellschaft, in das ganz gewöhnliche Durcheinander des Alltags.
Die Frucht der Stille: das Leben nicht länger auf später zu verschieben. Herauskommen. Und dieses Dasein, in dem wir nun einmal stehen, mit beiden Armen umfassen. Mit Freude verwurzelt darin leben.
Und dann sehen, wer mir heute begegnet.
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Habe Geduld gegen alles Ungelöste in deinem Herzen. Lebe jetzt die Fragen. Vielleicht lebst du dann eines fernen Tages, ohne es zu merken, in die Antwort hinein.
(Rainer Maria Rilke) |
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In diesem Sinne: Werden wir einander und der Welt zum Segen, bis wir uns wieder sehen!
Euer Jens
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Die nächsten Tage & Wochen im Schweigen
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| Leer werden, um erfüllt zu sein.
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Kirche der Stille Helenenstraße 14 a 22765 Hamburg
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Sieben Tage Schweigen
Herbstkurs 2026 im Kloster Helfta |
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Montag, 26. Oktober, 18.00 Uhr bis Sonntag, 01. November 2026, 11.30 Uhr
Der Kurs ist auf 12 TN begrenzt. Aktuell (07. Aug.) sind noch 5 Plätze frei Kursgebühr: 300 € (zzgl. Ü/V) Die Kursgebühr versteht sich als Richtwert. Wer mehr geben möchte – gerne! Du unterstützt damit andere. Wer weniger zahlen kann, ist ebenso willkommen – bitte anfragen!
Folgekurse 08. - 14. März 2027 18. Oktober – 24. Oktober 2027
Aktuelle Infos hier.
Anmeldung nur über: Kloster Helfta Lindenstrasse 36 06295 Lutherstadt Eisleben Tel.: 03475-711-400 Fax: 03475-711-444 gaestehaus@kloster-helfta.de Bürozeiten: Montag – Freitag von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr Zur Homepage des Kloster Helfta |
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Die Kontemplationsabende in der Kirche der Stille 2025
Gemeinsam mit anderen unterwegs sein
- Jeden Montagabend in der Kirche der Stille (s. Übersicht)
- 19.30 bis 21.00 Uhr
- Kurzeinführung für „Neue“ jeweils 19.00 Uhr
- 3 x 20 Minuten Sitzen in Stille
- Melde Dich bitte möglichst per E-Mail oder SMS an, so kann der Raum gut vorbereitet werden.
Aktuelle Infos hier.
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26.09.2026
Im Kloster Helfta und in der Kirche der Stille treffen sich Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Viele Teilnehmende haben den Wunsch, nach einer gemeinsamen Zeit im Schweigen in Verbindung zu bleiben.
Unser Alltag startet nach der Einkehrzeit wieder. Die ersten Ansätze einer gelebten Gegenwärtigkeit drohen im Trubel des Alltags unter zu gehen. Durch einen verlässlichen Austausch können wir jedoch die Kultur der Stille wachsen lassen. Daher gibt es eine regelmäßige Zusammenkunft online für alle, die die Kontemplation für sich als Weg im Leben entdeckt haben.
Ein Angebot an alle, die an den Kontemplationswochen im Kloster Helfta teilnehmen oder in Hamburg regelmäßig zu den Kontemplationsabenden- & tagen in der Kirche der Stille kommen.
Wann?
5 x im Jahr an einem Samstag nächstes Treffen: 26.09.2026 weitere Termine in 2026: 21.11.
Alle weiteren Information findest Du hier oder klicke auf das Bild. |
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Impulse zu einem kontemplativen und solidarischem Leben mitten in dieser Welt findest Du auf Instagram.
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 Auf meinem YouTube – Kanal findest Du u.a. Mondō - Videos, die ich ab und an hochlade und in denen ich Fragen von Übenden beantworte. Was ein Mondō ist, erfährst Du hier!
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Ein kontemlativer Selbstversuch: 6 Wochen auf dem inneren Weg unterwegs
Wie ist das eigentlich, wenn man sich auf den Weg macht? – Dieses „wie“ hat Kirsten Westhuis in ihrem Artikel „Die leere Schale meiner Sehnsucht“ anschaulich beschrieben. Sie ist Redakteurin im Verein Andere Zeiten (u.a. Herausgeber des Anderen Advents) und bat mich, sie in die Übung der Kontemplation einzuführen und sechs Wochen lang als Kontemplationslehrer zu begleiten. Ihren Bericht kannst Du hier lesen! Oder klicke auf das Titelbild und der Artikel wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen. |
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 Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation als Lebensweg
Dieses Praxisbuch haben meine Lehrerin Luitgard und ich, nachdem es nicht über den Verlag erhältlich war, durchgesehen und überarbeitet. Luitgard schrieb es, nachdem viele KursteilnehmerInnen den Wunsch nach einem Ratgeber, besonders für die Zeit nach einer Meditationswoche, geäußert hatten. Luitgards Buch führt anschaulich und mit vielen Tipps in die rechte äußere und innere kontemplative Haltung ein. Sie beschreibt die Übung der Kontemplation in all ihren Vollzügen (sitzen, schreiten, schweigen etc.), praktische Hinweise für die Zeit nach einem Kurs und Gleichnisgeschichten zeigen Weg-Richtung an. Klicke auf das Cover und das Buch wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen.
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 Auch Kontemplative kochen nur mit Wasser!
Ein persönlicher Rückblick auf sechs Jahre Vorstandsarbeit im Würzburger Forum der Kontemplation: Ich engagierte mich von 2012 bis 2018 in den – durchaus turbulenten! – ersten Jahren nach der Gründung des WFdK im Vorstand, verantwortlich u.a. für die Zeitschrift Kontemplation und Mystik (KuM). Dort habe ich auf die Jahre in einem Interview zurück geblickt. Klicke auf das Cover, um das Interview zu lesen.
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Die Tage und Wochen im Schweigen 2026
07. Februar 2026, Kirche der Stille (KdSt) 09. – 15. März 2026, Kloster Helfta: Frühjahrskurs 11. April 2026, KdSt 13. Juni 2026, KdSt 15. August 2026, KdSt 17. Oktober 2026, KdSt 26. Okt. - 01. Nov. 2026, Kloster Helfta: Herbstkurs 12. Dezember 2026, KdSt
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Dipl.-Psych. Jens Kretschmer
Kontemplationslehrer (WSdK, WdG) im Würzburger Forum der Kontemplation (WFdK) e.V. Vorstandsmitglied im Förderverein Kirche der Stille e.V.
Scheplerstr. 75 D - 22767 Hamburg Mobile: + 49 (0) 163 733 12 11
https://einkehr-in-stille.de
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Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
- Jens Kretschmer Scheplerstrasse 75 22767 Hamburg Deutschland
0163 7331211
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