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Pfingsten beginnt dort, wo Leben aufblüht
 
Pfingsten – Angriff auf die eigene Bubble
Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,
liebe Interessierte in Nah und Fern!

Wenn wir in diesen Maitagen durch einen Wald gehen, durch dieses leuchtende Grün, das fast unwirklich frisch aus den Zweigen hervorbricht, dann ahnen wir etwas vom Geheimnis des Pfingstfestes.
Nicht als religiöse Dekoration. Nicht als bloße Erinnerung. Sondern als lebendige Bewegung des Lebens selbst.

Pfingsten ist kein Fest der Bestätigung.
Es ist ein Fest der Öffnung.

Wir Menschen suchen – psychologisch gesprochen – nach Konsistenz. Danach, dass die Welt zu unseren Bildern passt. Dass unser Denken bestätigt wird. Dass unser Inneres sich sicher anfühlt. Das gehört zu unserem Menschsein. Wir brauchen Halt, Orientierung, Zugehörigkeit. Auch spirituell bauen wir uns manchmal feine innere Häuser: Weltbilder, Methoden, Gewissheiten, vielleicht sogar eine kontemplative oder esoterische „Bubble“, in der alles stimmig scheint.

Und doch:
Das Wesentliche entzieht sich unserem Zugriff.

Gott ist nicht der Besitz unserer Gedanken.
Nicht einmal unserer schönsten Gedanken.

Der Geist von Pfingsten ist darum immer auch ein Angriff auf die eigene Bubble.
Ein heiliger Windstoß gegen das Erstarrte. Gegen jene inneren Räume, in denen wir längst aufgehört haben zu staunen. Gegen die subtile Versuchung, Leben kontrollieren zu wollen.

„Der Geist des Herrn erfüllt den Erdkreis“ – so heißt es in der Pfingstliturgie.

Nicht: den richtigen Kreis.
Nicht: unsere Gruppe.
Nicht: unsere Deutung.

Den Erdkreis.

Pfingsten sprengt Enge: Es führt hinaus aus der Selbstumschließung hinein in das atmende Ganze. Im Kloster Helfta begleiten uns seit vielen Jahren diese Zeilen durch die Woche:


Komm, Christus-Atem.
Taue auf, was vereist ist.
Lass fließen, was blockiert ist.

Kläre, was getrübt ist. 
Lass grünen und blühen,
was abgestorben ist.
Wecke auf, was schläft.

Öffne, was verschlossen ist.
Weite, was ängstlich ist.
Erfrische, was stickig ist.

Mach sehend, was blind ist.
Mach beweglich, was gelähmt ist.

(n. liturg. Pfingsttext, 12. Jh.)
Vielleicht ist es genau das, was wir im jungen Grün des Waldes spüren:
Dieses unaufhaltsame Sich-Hinein-Gebären ins Leben. Dieses Aufbrechen. Dieses lebendige Hervorquellen. Hildegard von Bingen sprach von der viriditas, dem „Grüngeist“ Gottes – jener schöpferischen Lebenskraft, die alles durchpulst und von innen her lebendig macht.

Kontemplation bedeutet nicht, sich in eine spirituelle Sonderwelt zurückzuziehen.Sie bedeutet vielmehr, sich durchlässig machen zu lassen.
Sich durchpusten zu lassen vom Geist.

Still werden.
Leer werden.
Weit werden.

Bis wir wieder spüren:
Wir sind nicht getrennt vom Leben. Ein Leben von Herz zu Herz.

Vielleicht beschreibt das Pfingsten sehr tief.
Nicht Ideologien verbinden uns letztlich. Nicht Meinungen. Nicht Rollen. Sondern jene stille Tiefe, aus der heraus wir erkennen: Wir gehören zueinander. Wir atmen denselben Atem. Wir sind Teil eines größeren Lebens.

Und dort, wo dieser Geist uns berührt, geschieht Befreiung.

Die Schultern sinken.
Der Atem wird tiefer.
Die Angst muss nicht mehr alles kontrollieren.

Dann beginnt etwas von innen her aufzublühen.

Vielleicht ist Pfingsten genau dies:
Sich vom Leben selbst berühren lassen, bis wir wieder frisch werden. Beweglich. Mitfühlend. Gegenwärtig.

Nicht perfekt.
Aber lebendig.

Und vielleicht können wir uns in diesen Tagen immer wieder fragen:

– Wo verteidige ich meine inneren Gewissheiten mehr als das lebendige Leben selbst?

– Wo möchte der Geist etwas in mir lösen, öffnen, in Bewegung bringen?

– Wie kann ich heute von Herz zu Herz leben – atmend, verbunden, weit?

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein gesegnetes Pfingstfest – durchweht vom Geist des Lebens.

Werden wir einander und der Welt zum Segen, bis wir uns wieder sehen!

Euer Jens


Die nächsten Tage & Wochen im Schweigen


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Kontemplationstag

Samstag, 13. Juni
10.00 - 17.00 Uhr

Jesus Christus meint über alles Begreifen hinaus nur sein zu lassen, was ist.

(Johannes Kopp, SAC)
 
Kirche der Stille
Helenenstraße 14 a
22765 Hamburg


Anmeldung

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Impressionen: 7 Tage im Schweigen im Kloster Helfta

Sieben Tage Schweigen

Herbstkurs 2026 im Kloster Helfta


Montag, 26. Oktober, 18.00 Uhr bis

Sonntag, 01. November 2026, 11.30 Uhr

Der Kurs ist auf  12 TN begrenzt.

Kursgebühr: 300 € (zzgl. Ü/V)
Die Kursgebühr versteht sich als Richtwert.
Wer mehr geben möchte –  gerne! Du unterstützt damit andere.
Wer weniger zahlen kann, ist ebenso willkommen – bitte an­fragen!

Folgekurse
08. - 14. März 2027
18. Oktober – 24. Oktober 2027


Aktuelle Infos hier.

Anmeldung nur über:

Kloster Helfta
Lindenstrasse 36

06295 Lutherstadt Eisleben
Tel.: 03475-711-400
Fax: 03475-711-444
gaestehaus@kloster-helfta.de


Bürozeiten: Montag – Freitag von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

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Die Kontemplationsabende in der Kirche der Stille 2025

Jahresübersicht KontemplationsabendeGemeinsam mit anderen unterwegs sein

  •  Jeden Montagabend in der Kirche der Stille (s. Übersicht)
  • 19.30 bis 21.00 Uhr
  • Kurzeinführung für „Neue“ jeweils 19.00 Uhr
  •  3 x 20 Minuten Sitzen in Stille
  • Melde Dich bitte möglichst per E-Mail oder SMS an, so kann der Raum gut vorbereitet werden.

    Aktuelle Infos hier.

 04.07.2026

Im Kloster Helfta und in der Kirche der Stille treffen sich Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Viele Teilnehmende haben den Wunsch, nach einer  gemeinsamen Zeit im Schweigen in Verbindung zu bleiben.

Unser Alltag startet nach der Einkehrzeit wieder. Die ersten Ansätze einer gelebten Gegenwärtigkeit drohen im Trubel des Alltags unter zu gehen. Durch einen verlässlichen Austausch können wir jedoch die Kultur der Stille wachsen lassen. Daher gibt es eine regelmäßige Zusammenkunft online für alle, die die Kontemplation für sich als Weg im Leben entdeckt haben.

Ein Angebot an alle, die an den Kontemplationswochen im Kloster Helfta teilnehmen oder in Hamburg regelmäßig zu den Kontemplationsabenden- & tagen in der Kirche der Stille kommen.

Wann?

   5 x im Jahr an einem Samstag
   nächstes Treffen:04.07.2026 
   weitere Termine in 2026: 26.09., 21.11.

Alle weiteren Information findest Du hier oder klicke auf das Bild.

Kontemplativer Impuls via Instagram

Impulse zu einem kontemplativen und solidarischem Leben mitten in dieser Welt findest Du auf Instagram.



Spiritueller Video-Impuls
Auf meinem YouTube – Kanal findest Du u.a. Mondō - Videos, die ich ab und an hochlade und in denen ich Fragen von Übenden beantworte. Was ein Mondō ist, erfährst Du hier!




Artikel: Die leere schale meiner Sehnsucht - 6 Wochen kontemplativ unterwegs
Ein kontemlativer Selbstversuch:
6 Wochen auf dem inneren Weg unterwegs


Wie ist das eigentlich, wenn man sich auf den Weg macht? – Dieses „wie“ hat Kirsten Westhuis in ihrem Artikel „Die leere Schale meiner Sehnsucht“ anschaulich beschrieben. Sie ist Redakteurin im Verein Andere Zeiten (u.a. Herausgeber des Anderen Advents) und bat mich, sie in die Übung der Kontemplation einzuführen und sechs Wochen lang als Kontemplationslehrer zu begleiten.
Ihren Bericht kannst Du hier lesen!
Oder klicke auf das Titelbild und der Artikel wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen.

Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation
Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation als Lebensweg

Dieses Praxisbuch haben meine Lehrerin Luitgard und ich, nachdem es nicht über den Verlag erhältlich war, durchgesehen und überarbeitet. Luitgard schrieb es, nachdem viele KursteilnehmerInnen den Wunsch nach einem Ratgeber, besonders für die Zeit nach einer Meditationswoche, geäußert hatten. Luitgards Buch führt anschaulich und mit vielen Tipps in die rechte äußere und innere kontemplative Haltung ein. Sie beschreibt die Übung der Kontemplation in all ihren Vollzügen (sitzen, schreiten, schweigen etc.), praktische Hinweise für die Zeit nach einem Kurs und Gleichnisgeschichten zeigen Weg-Richtung an.
Klicke auf das Cover und das Buch wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen.


Artikel der KuM über das WFdK e.V.
Auch Kontemplative kochen nur mit Wasser!

Ein persönlicher Rückblick auf sechs Jahre Vorstandsarbeit im Würzburger Forum der Kontemplation: Ich engagierte mich von 2012 bis 2018 in den – durchaus turbulenten! – ersten Jahren nach der Gründung des WFdK im Vorstand, verantwortlich u.a. für die Zeitschrift Kontemplation und Mystik (KuM). Dort habe ich auf die Jahre in einem Interview zurück geblickt. Klicke auf das Cover, um das Interview zu lesen.

Die Tage und Wochen im Schweigen 2026 


07. Februar 2026, Kirche der Stille (KdSt)
09. – 15. März 2026, Kloster Helfta: Frühjahrskurs
11. April 2026, KdSt
13. Juni 2026, KdSt

15. August 2026, KdSt
17. Oktober 2026, KdSt
26. Okt. - 01. Nov. 2026, Kloster Helfta: Herbstkurs
12. Dezember 2026, KdSt

 

Dipl.-Psych. Jens Kretschmer

Kontemplationslehrer (WSdK, WdG)
im Würzburger Forum der Kontemplation (WFdK) e.V.
Vorstandsmitglied im Förderverein Kirche der Stille e.V.

Scheplerstr. 75
D - 22767 Hamburg
Mobile: + 49 (0) 163 733 12 11

https://einkehr-in-stille.de

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

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Jens Kretschmer
Scheplerstrasse 75
22767 Hamburg
Deutschland

0163 7331211