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Durch die Nacht ins Leben

Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,
liebe Interessierte in Nah und Fern!

Wir nähern uns dem Ende der Fastenzeit - mit dem heutigen  Palmsonntag beginnt die heilige Woche. Ostern kündigt sich an.  Fastenzeit und Ostern sind jedoch eine spirituelle Einheit auf unserem Weg. Dies möchte ich heute vertiefen.

Die Zeit vor Ostern – die Fastenzeit – ist auf dem kontemplativen Weg mehr als ein äußerer Verzicht. Sie ist ein inneres Einverständnis mit dem, was ist. Ein Üben im Loslassen: von Vorstellungen, Sicherheiten, Bildern – auch von unseren Bildern von uns selbst und von Gott.

In dieser Zeit kann sich etwas zeigen, das zunächst nicht lichtvoll wirkt: eine Leere, ein Nicht-Wissen, ein Dunkel. Der spanische Mystiker Johannes vom Kreuz spricht von der „dunklen Nacht“ – einem Weg des Abschiednehmens, in dem das Gewohnte uns nicht mehr trägt.

Und doch: Gerade dieses Loslassen, dieses Durchgehen durch die Nacht, öffnet den Raum für das Eigentliche. Nicht das, was wir machen oder erreichen könnten – sondern das, was sich verschenkt.

So kann die Fastenzeit zu einer stillen Vorbereitung werden: Indem wir zulassen, was ist, und uns von unseren Bildern lösen, werden wir empfänglich für die Wirklichkeit selbst.

Und erst da beginnt das Osterereignis aufzublühen: als ein Leben, das wir nicht festhalten können, das uns aber trägt, als eine Verbundenheit, die nicht hergestellt werden kann, sondern sich als schon immer gegenwärtig offenbart. Gerade der Weg durch die „Nacht“ war es dann rückblickend, der uns die Augen öffnet für die befreiende Wunderbarkeit des Lebens – für das, was uns schon immer umgab und durchdrung.

Aus dieser erfahrenen Verbundenheit erwächst wie von selbst eine Bewegung nach außen: ein Mitgehen, ein Mitfühlen, ein solidarisches Dasein.

Nicht als Forderung – sondern als Antwort.
Nicht als Ideal – sondern als Frucht.

Ostern geschieht so nicht als Erinnerung an ein vergangenes Ereignis – es ereignet sich im Grund unseres Seins, hier und jetzt. Dort, wo wir still werden, wo wir loslassen, wo wir nicht mehr festhalten an Bildern, Rollen und Sicherheiten, öffnet sich ein Raum: ein Raum unbedingter udn getragener Verbundenheit.

Das Osterereignis realisiert, dass Trennung nicht das Letzte ist. Dass selbst dort, wo wir Brüche, Verlust oder Dunkelheit erfahren, ein Leben wirkt, das nicht zerstört werden kann. In der kontemplativen Praxis berühren wir diese Wirklichkeit – oft leise, unspektakulär, aber tief und wahr.

Diese Verbundenheit ist nicht gemacht. Sie ist nicht das Ergebnis unseres Bemühens. Sie ist bereits da. Und doch: Sie will entdeckt, freigelegt, gelebt werden.

Wenn wir in der Stille verweilen, wenn wir uns dem gegenwärtigen Moment anvertrauen, dann kann sich diese Einheit zeigen – als ein stilles Einverstandensein, als ein Getragen-Sein, als eine Liebe ohne Gegenüber.

Und aus dieser erfahrenen Verbundenheit erwächst etwas ganz Konkretes:

Ein herzlicher Blick.
Ein geduldiges Zuhören.
Ein solidarisches Handeln.

Nicht aus Pflicht, sondern aus innerer Notwendigkeit. Nicht als moralisches Programm, sondern als natürliche Bewegung des Herzens.

So wird das Ostergeschehen im Alltag sichtbar – in unseren Beziehungen, in unserem Umgang mit uns selbst und mit anderen.
Wir erkennen: Der andere ist nicht getrennt von mir. Sein Leben ist mit meinem verwoben.

Vielleicht ist das die stille Frucht unseres Weges:
Dass wir weniger urteilen und mehr verstehen.
Weniger abgrenzen und mehr verbinden.
Weniger fordern und mehr schenken.

Ostern lädt uns ein, dem Leben zu trauen. Es lädt uns ein, uns immer wieder neu in diese Verbundenheit hineinzulassen – auch dort, wo es uns schwerfällt.

Mögen wir auf unserem Weg immer mehr aus dieser göttlichen Wirklichkeit heraus leben – schlicht, wach, verbunden.

Ein Dreiklang zum Innehalten:
- Was in mir hält noch fest an Trennung, an Angst, an Sicherheiten – und darf sich vielleicht leise lösen?

- Wo keimt in mir – zart vielleicht –  österliche Freude auf, ein Vertrauen in das Leben?

- Wo lebe ich Verbundenheit, Solidarität, Herzlichkeit – gerade jetzt, mitten in meinem „Alltag“?
Ich freue mich, euch wieder zu sehen.

In herzlicher Verbundenheit
und mit österlichem Segen

Euer Jens

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Die nächsten Tage & Wochen im Schweigen


Kontemplationstag
in der Osterzeit

Samstag, 11. April
10.00 - 17.00 Uhr

Jesus Christus meint über alles Begreifen hinaus nur sein zu lassen, was ist.

(Johannes Kopp, SAC)
 
Kirche der Stille
Helenenstraße 14 a
22765 Hamburg


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Anmeldung ab 2026
: Nur direkt bei mir via Emailformular. Du erhälst eine Bestätigung, wenn nicht, schaue in Deinem SPAM-Ordner!

Impressionen: 7 Tage im Schweigen im Kloster Helfta

Sieben Tage Schweigen

Herbstkurs 2026 im Kloster Helfta


Montag, 26. Oktober, 18.00 Uhr bis

Sonntag, 01. November 2026, 11.30 Uhr

Der Kurs ist auf  12 TN begrenzt.

Kursgebühr: 300 € (zzgl. Ü/V)
Die Kursgebühr versteht sich als Richtwert.
Wer mehr geben möchte –  gerne! Du unterstützt damit andere.
Wer weniger zahlen kann, ist ebenso willkommen – bitte an­fragen!

Folgekurse
08. - 14. März 2027
18. Oktober – 24. Oktober 2027


Aktuelle Infos hier.

Anmeldung nur über:

Kloster Helfta
Lindenstrasse 36

06295 Lutherstadt Eisleben
Tel.: 03475-711-400
Fax: 03475-711-444
gaestehaus@kloster-helfta.de


Bürozeiten: Montag – Freitag von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Zur Homepage des Kloster Helfta

 
Die Kontemplationsabende in der Kirche der Stille 2025

Jahresübersicht KontemplationsabendeGemeinsam mit anderen unterwegs sein

  •  Jeden Montagabend in der Kirche der Stille (s. Übersicht)
  • 19.30 bis 21.00 Uhr
  • Kurzeinführung für „Neue“ jeweils 19.00 Uhr
  •  3 x 20 Minuten Sitzen in Stille
  • Melde Dich bitte möglichst per E-Mail oder SMS an, so kann der Raum gut vorbereitet werden.

    Aktuelle Infos hier.

 25.04.2026

Im Kloster Helfta und in der Kirche der Stille treffen sich Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Viele Teilnehmende haben den Wunsch, nach einer  gemeinsamen Zeit im Schweigen in Verbindung zu bleiben.

Unser Alltag startet nach der Einkehrzeit wieder. Die ersten Ansätze einer gelebten Gegenwärtigkeit drohen im Trubel des Alltags unter zu gehen. Durch einen verlässlichen Austausch können wir jedoch die Kultur der Stille wachsen lassen. Daher gibt es eine regelmäßige Zusammenkunft online für alle, die die Kontemplation für sich als Weg im Leben entdeckt haben.

Ein Angebot an alle, die an den Kontemplationswochen im Kloster Helfta teilnehmen oder in Hamburg regelmäßig zu den Kontemplationsabenden- & tagen in der Kirche der Stille kommen.

Wann?

   5 x im Jahr an einem Samstag
   nächstes Treffen: 25.04.2026 
   weitere Termine in 2026: 04.07., 26.09., 21.11.

Alle weiteren Information findest Du hier oder klicke auf das Bild.

Kontemplativer Impuls via Instagram

Impulse zu einem kontemplativen und gegenwärtigem Leben mitten in dieser Welt findest Du auf Instagram.



Spiritueller Video-Impuls
Auf meinem YouTube – Kanal findest Du u.a. Mondō - Videos, die ich ab und an hochlade und in denen ich Fragen von Übenden beantworte. Was ein Mondō ist, erfährst Du hier!




Artikel: Die leere schale meiner Sehnsucht - 6 Wochen kontemplativ unterwegs
Ein kontemlativer Selbstversuch:
6 Wochen auf dem inneren Weg unterwegs


Wie ist das eigentlich, wenn man sich auf den Weg macht? – Dieses „wie“ hat Kirsten Westhuis in ihrem Artikel „Die leere Schale meiner Sehnsucht“ anschaulich beschrieben. Sie ist Redakteurin im Verein Andere Zeiten (u.a. Herausgeber des Anderen Advents) und bat mich, sie in die Übung der Kontemplation einzuführen und sechs Wochen lang als Kontemplationslehrer zu begleiten.
Ihren Bericht kannst Du hier lesen!
Oder klicke auf das Titelbild und der Artikel wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen.

Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation
Einkehr zur Mitte - Eine Einführung in die Kontemplation als Lebensweg

Dieses Praxisbuch haben meine Lehrerin Luitgard und ich, nachdem es nicht über den Verlag erhältlich war, durchgesehen und überarbeitet. Luitgard schrieb es, nachdem viele KursteilnehmerInnen den Wunsch nach einem Ratgeber, besonders für die Zeit nach einer Meditationswoche, geäußert hatten. Luitgards Buch führt anschaulich und mit vielen Tipps in die rechte äußere und innere kontemplative Haltung ein. Sie beschreibt die Übung der Kontemplation in all ihren Vollzügen (sitzen, schreiten, schweigen etc.), praktische Hinweise für die Zeit nach einem Kurs und Gleichnisgeschichten zeigen Weg-Richtung an.
Klicke auf das Cover und das Buch wird als (speicherbare) pdf-Datei aufgerufen.


Artikel der KuM über das WFdK e.V.
Auch Kontemplative kochen nur mit Wasser!

Ein persönlicher Rückblick auf sechs Jahre Vorstandsarbeit im Würzburger Forum der Kontemplation: Ich engagierte mich von 2012 bis 2018 in den – durchaus turbulenten! – ersten Jahren nach der Gründung des WFdK im Vorstand, verantwortlich u.a. für die Zeitschrift Kontemplation und Mystik (KuM). Dort habe ich auf die Jahre in einem Interview zurück geblickt. Klicke auf das Cover, um das Interview zu lesen.

Die Tage und Wochen im Schweigen 2026 


07. Februar 2026, Kirche der Stille (KdSt)
09. – 15. März 2026, Kloster Helfta: Frühjahrskurs
11. April 2026, KdSt
13. Juni 2026, KdSt

15. August 2026, KdSt
17. Oktober 2026, KdSt
26. Okt. - 01. Nov. 2026, Kloster Helfta: Herbstkurs
12. Dezember 2026, KdSt

 

Dipl.-Psych. Jens Kretschmer

Kontemplationslehrer (WSdK, WdG)
Beirat im Würzburger Forum der Kontemplation (WFdK) e.V.
Vorstandsmitglied im Förderverein Kirche der Stille e.V.

Scheplerstr. 75
D - 22767 Hamburg
Mobile: + 49 (0) 163 733 12 11

https://einkehr-in-stille.de

Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

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Jens Kretschmer
Scheplerstrasse 75
22767 Hamburg
Deutschland

0163 7331211